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Eine kulinarisch-kulturelle Reise ans Kap

I ~ Die Ankunft und Victor

Südafrika – ein Land voller Gegensätze ist bei uns Europäern als Reiseziel beliebt wie kaum ein anderes Land auf dem afrikanischen Kontinent. Wie soll’s auch anders sein, ist der Einfluss der Holländer, der Briten und ja auch der Deutschen bis heute allgegenwärtig.

Schild an der N2

Victor erinnert sich noch gut: das Schild an der N2. Der Abzweig zur Rechten, er sollte doch tatsächlich in die große norddeutsche Hansestadt führen. Gut – geografisch gesehen mochte das ja stimmen. Aber wer will schon ins nasskalte Hamburg, wenn vor einem eine ganz andere Metropole liegt – Kapstadt nämlich.

II ~ Impressionen vom Westkap

An mediterrane Landschaften wird der Reisende aus Europa im südafrikanischen Westkap erinnert. Doch mit solch unmittelbarer Nähe von abwechslungsreicher Küste, beschaulicher Landidylle, pulsierendem Großstadtleben und majestätisch anmutendem Bergmassiv können Mittelmeerländer nicht aufwarten. Das fruchtbare Weinland rund um Kapstadt, ist Obstgarten und, wenn man so sagen mag, Kornkammer der Region, und hier schlägt auch das wirtschaftliche und zeitweise das politische Zentrum Südafrikas. Im Großraum Kapstadts leben Menschen verschiedenster Kulturen zusammen. Der Stadt mit einer derart unverwechselbaren Kulisse, in einem Mix aus kapholländischer und moderner Architektur überthront von dem majestätisch anmutenden Tafelberg, eingerahmt von Lion’s Head und Signal Hill und dem europäischen Flair, sollte man wahrlich ein paar Tage widmen.

III ~ Szene-Lokal in der Kloof Street

Da wären wir also, am so genannten „schönsten Ende Afrikas” - groß, unverwechselbar, modern – zumindest der eine Teil. Folglich spazierte Vic fernab der Townships durch die City. Ziel war ein Restaurant, in dem er schon vor Jahren einmal gewesen ist. Ein Szene-Lokal, es liegt in der Kloof Street. Musik lag in der Luft, farbenprächtige Häuserzeilen wiesen den Weg. Boys hielten Ausschau nach zahlungskräftigen Kunden: Parkwächter - unabdingbar und entbehrlich zugleich. Aber mein Bruder war ja ohne Auto unterwegs.

IV ~ Der Literaturfreund

In der Kloof Street gibt es also ein Restaurant, in dem die neben Ein-Liter-Cocktails die besten Langusten von Südafrika, Victors Favorit sind die King-Crawfish, haben. Nachdem er den Laden also wiedergefunden hatte, saß er so da und hielt Ausschau nach dem Kellner, mit dem er dort vor nunmehr vier Jahren immer über Bücher geredet hatte. Von ihm stammte unter anderem die Empfehlung für „Mohrenwäsche” von Tom Sharpe. Wir haben es gelesen und werden es bestimmt noch ein paar mal lesen, was für ein satirischer Krimi, zwerchfellerschütternd. Kommandant van Heerden spielt einen der Protagonisten, wobei dieser natürlich nichts mit dem gleichnamigen Erfolgsautor aus Südafrika zu tun hat. Ebenso wenig wie mit Privatdetektiv Zed van Heerden, der Romanfigur aus „Tod vor Morgengrauen” von Deon Meyer. Welcher seinerseits 2006 den deutschen Krimipreis erhielt, für ein anderes Afrikabuch zwar, aber das nur nebenbei.

V ~ Das Finale

Wie auch immer: Er erinnerte sich noch gut, der Kellner war ein Rastafari und das Lokal hieß Cool Runnings, aber heute war der Kellner, der zugleich Literaturfreund war, nicht dort.

 

Weitere Reiseberichte und wir bleiben in der südafrikanischen Metropole Kapstadt:

~ Das Geheimnis von Kapstadt


Reiseberichte und Reisefotografie

Reisebericht Kapstadt

Afrika

~ Eine kulinarisch-kulturelle Reise ans Kap

Kapitel I ~ Die Ankunft und Victor

Kapitel II ~ Impressionen vom Westkap

Kapitel III ~ Szene-Lokal in der Kloof Street

Kapitel IV ~ Der Literaturfreund

Kapitel V ~ Das Finale


Kurze Lesepause

Los: Auf nach Südafrika!

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