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Städtereise Leipzig

I ~ Die Bach-Stadt

Mit hochkarätigen Persönlichkeiten kann Leipzig glänzen wie kaum eine andere Stadt Deutschlands. Stolz kann die 800-jährige Stadt auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Ihr zweiter Name „Bach-Stadt” kommt nicht von ungefähr, sondern ist keinem Geringeren als Johann Sebastian Bach zu verdanken. Er wurde am 21. März 1685 in Eisenach geboren und zählt zu den wichtigsten Vertretern des Spätbarocks. Der Komponist wirkte 27 Jahre seines Lebens in Leipzig und schrieb außerdem seine wichtigsten Werke in der schönen Stadt im Osten Deutschlands. Ende Mai 1723 übernahm Bach den Dienst als Kantor für Nikolai- und Thomaskirche.

II ~ Bach-Archiv in Leipzig

Zusätzlich war er verantwortlich für die Musik in den drei Hauptkirchen Leipzigs. Zu seinen Aufgaben zählten unter anderem die Vorbereitung der Kantatenaufführungen, welche jeden Sonntag und an Feiertagen stattfanden. In den ersten Jahren seiner Amtszeit (1723 bis 1728) schuf er fünf geistliche Jahrgänge zu je 60 Kantaten, von denen 200 erhalten sind und prägte damit die Stadt Leipzig. Außerdem leitete er den Musikunterricht in der Thomasschule und übernahm den Thomanerchor, welcher zunächst in einer jämmerlichen Verfassung war. Damit hielt Bach gleichzeitig das Amt des Kirchen-, Rats- und Universitätsmusik-Direktor, de facto also Stadtmusikdirektor bis zu seinem Tod im Jahre 1750 inne. Zu seinen Ehren gibt es heute das Bach-Archiv in Leipzig, welches ca. 30 Minuten vom Flughafen Leipzig entfernt liegt und für alle Kulturliebhaber ein absolutes Muss ist.

III ~ Bekannte Persönlichkeiten

Die zweite bekannte Persönlichkeit mit der sich die Stadt Leipzig brüsten kann, ist Johann Wolfgang Goethe. Im Herbst 1765 zog er auf Weisung seines Vaters aus seiner Heimatstadt Frankfurt am Main nach Leipzig. Im Zentrum der Aufklärung musste sich Goethe zunächst an die weltoffene und edle Stadt sowohl in Kleidung als auch in Umgangsformen anpassen und begann schließlich sein Jurastudium. Dieses vernachlässigte er jedoch schon bald und konzentrierte sich auf die Poetikvorlesungen von Christian Fürchtegott Gellert, ging seinen eigentlichen Neigungen nach und bildete seine künstlerischen Fähigkeiten weiter aus. Auch seine erste Verliebtheit mit der Handwerkstocher Käthchen Schönkopf fiel in die Leipziger Zeit.

IV ~ Goethes Aufklärung in Klein-Paris

Die Beziehung war allerdings durch den Standesunterschied schon zu Beginn belastet, sodass sie sich in gegenseitigem Einvernehmen nach zwei Jahren trennten. Seine Gefühlswallungen schrieb Goethe in seinem nun freien und stürmischen Schreibstil nieder und verfasste 19 Gedichte, die er in dem Gedichtband „Anette” zusammenführte. Nach seiner Zeit in Leipzig kehrte er 1768 in seine Heimat zurück. In seinem Klassiker „Faust” schrieb er nachher „Mein Leipzig lob ich mir! Es ist ein Klein-Paris und bildet seine Leute”.
Heute bieten viele Fluggesellschaften Billigflüge an, um die Kulturstadt Leipzig live zu erleben und den Auerbachs Keller zu besuchen, welches die zweitälteste Gaststätte der Stadt ist und zu den wenigen realen Orte in Goethes legendärem „Faust” zählt.


Reiseberichte und Reisefotografie

Auf den Spuren von Bach und Goethe

Europa

~ Städtereise Leipzig

Kapitel I ~ Die Bach-Stadt

Kapitel II ~ Bach-Archiv in Leipzig

Kapitel III ~ Bekannte Persönlichkeiten

Kapitel IV ~ Goethes Aufklärung in Klein-Paris

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