Reisegeschichten, Reiseerzählungen und Reiseberichte

Altweltkamele und die Lamas in den südamerikanischen Anden

I ~ Die Weisheiten der Altweltkamele

Im letzten Sommer war Carolina mit ihren Eltern in Ägypten gewesen. Nicht wegen Ägypten, sondern um die Kamele zu treffen. Carolina hatte sich mit dem Kamel in ihrer Weihnachtskrippe befreundet und wollte nun unbedingt seine Familie besuchen. Und da sie zwar erst acht Jahre alt war, ihre Eltern aber in Grund und Boden reden konnte, blieb diesen keine Wahl.

Von Ägypten hatten sie nicht viel gesehen, da Carolina jeden Tag bei den Kamelen verbrachte. Sie erzählte ihnen von ihrem Verwandten in der Weihnachtskrippe und erfuhr dafür von ihnen alle Kamelweisheiten dieser Welt. Zumindest behauptete das Carolina.

II ~ Schauplatzwechsel

Und nun hatte sie von ihren neuen Freunden erfahren, dass etwas entferntere Verwandte von ihnen in Südamerika lebten und redete so lange auf ihre Eltern ein, bis der Beschluss gefallen war, in diesem Sommer die Lamas in den Anden zu besuchen.
Und nun war es endlich soweit. Carolina verschlief den größten Teil des langen Fluges und wachte gerade rechtzeitig wieder auf, um den Landeanflug mitzuerleben. Carolina hasste das Landen, da wurde ihr immer ein bisschen schlecht, aber das konnte sie natürlich jetzt nicht zugeben.
Nun waren sie also angekommen, im Land der Lamas und sie hielt sofort Ausschau nach ihnen, konnte aber auf dem Flughafen keines entdecken. Aber auch Eltern sind lernfähig und so war die Reise dieses Mal sorgfältig geplant. Carolina sollte ihre Lamas treffen, aber eben nicht nur und nicht sofort.
Das Lama war den Inkas heilig und sie hatten es hoch in den Anden, unweit des Macchu Picchu in einer versteckten Stadt verewigt. Dorthin sollte die Reise gehen. Inka-Kultur für die Eltern und Lamas für Carolina.

III ~ Die Lamaweisheiten der Anden

So bestieg man zunächst in Puna den sehr komfortablen Andenzug, vorbei an Indiodörfern und durch das Gebirge nach Cuzco, wo man sich am Stadtrand einquartierte. Schon hier schloss Carolina erste Freundschaft mit einem Bauern und seinen Lamas. Oder besser umgekehrt, mit den Lamas und ihrem Bauern. Von Cuzco aus waren es nur knapp zwei Stunden mit Zug und Bus zur alten Inkastadt am Macchu Picchu mit ihren Tempeln und Palästen und den in Stein verewigten Lamas. Sehr beeindruckende Zeugnisse aus der Zeit der Inkas und, was noch wichtiger war, zwischen den Ruinen waren auch lebendige Lamas unterwegs, mit denen sich Carolina sofort intensiv zu unterhalten schien. So waren alle zufrieden und gegen Abend ging es wieder zurück nach Cuzco. Auch in der näheren Umgebung von Cuzco gab es vieles zu besichtigen, Carolina blieb solange bei den benachbarten Lamas und durfte sogar ab und zu auf ihnen reiten. Vor allem aber erzählte sie ihnen von den Verwandten in Ägypten und dafür erfuhr sie von ihnen sämtliche Lamaweisheiten der Anden.

IV ~ Entfernte Verwandte

Aber auch dieser Besuch ging einmal zu Ende und sie musste ihre Freunde verlassen und wieder nach Hause fliegen. Sie war ein bisschen traurig, schlief aber bald ein. Ihre Eltern dagegen grübelten während des gesamten Fluges, ob Lamas wohl irgendwo in der Welt noch andere weiter entfernte Verwandte hätten.


Reiseberichte und Reisefotografie

Reisebericht Peru

Südamerika

~ Altweltkamele und die Lamas in den südamerikanischen Anden

Kapitel I ~ Die Weisheiten der Altweltkamele

Kapitel II ~ Schauplatzwechsel

Kapitel III ~ Die Lamaweisheiten der Anden

Kapitel IV ~ Entfernte Verwandte

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